-Transformation des Bewußtseins-
Grundlagen einer zivilisierten Gesellschaft
Die als sogenannt frei, aufgeklärt und zivilisiert bezeichnete Gesellschaft befindet sich - wie immer offensichtlicher - in einem Zustand geistig-moralischer Degeneration. Das Leiden an einer tiefen, inneren Leere und Sinnlosigkeit ist die Krankheit unserer Zeit. Täglich bestimmen neue Schreckensmeldungen - als Folge dieser „kollektiven geistigen Degeneration“ - die tägliche Informationsflut der Medien. Einzig ein grundlegender Bewußtseinswandel ermöglicht die Entwicklung einer geistig-moralischen Grundordnung und bildet somit das Fundament für ein friedliches Zusammenleben einer wirklich zivilisierten, freien Gesellschaft.
Sehr deutlich zeigt sich dieser Zerfall am Verhalten Jugendlicher, deren Lebensinhalt sich oftmals nur noch auf Drogenkonsum, Gewalt, Spaß, und Unter-Haltung beschränkt. Hoffnungs- und orientierungslos, scheinbar ohne jegliche geistige Inspiration und ständig auf der Flucht vor sich selbst, verkommt die Jugend zu aggressiven, interessenlosen Konsumsklaven.
Anstatt jedoch konsequent nach der Ursache dieser Fehlentwicklung zu forschen, wird versucht die Symptome innerhalb bzw. durch die bestehende „Gesellschaftsordnung“ zu bekämpfen, ohne zu erkennen daß sich die wahre Ursache auf einer viel tieferen Ebene befindet und die kollektiv konditionierten Glaubensmuster, auf welche die „Wohlstandsgesellschaft“ gründet, diese Ursache nährt.
Um die Grundlage des Systems nicht zu gefährden, wird allen Ernstes versucht den Anschein zu erwecken jenes negative Verhalten sei auf äußere Umstände wie beispielsweise mangelhafte Bildung, Arbeitslosigkeit oder falsche Erziehung zurückzuführen. Derartige Ansichten jedoch gründen auf der Annahme, daß dieser zerstörerische Geisteszustand im Grunde ständig im Hintergrund existiert und somit der Geist durch äußerliche Ablenkung und Unterhaltung entsprechend kontrolliert werden muß, um nicht in Negativität zu verfallen. Somit wird eine geistig-moralische Grundordnung als innerer Kern des Menschen geleugnet und die Negativität menschlichen Denkens und Handelns im Grunde als natürlich angesehen. Derartiges Gedankengut - wie in der „zivilisierten Gesellschaft“ scheinbar vorherrschend - erschaft das Fundament totalitär-faschistischer Ideologien jeglicher Art.
Daß sich derzeit unter der Oberfläche des menschlichen Geistes ein extrem gestörter und zerstörerischer Bewußtseinszustand mit immer verheerenderem Ausmaß und Auswirkungen auf die gesamte Menschheit verbirgt, ist offensichtlich. Die Ursache dessen ist jedoch weder mit politischem noch psychologischem Verständnis zu erfassen noch ist dies ein natürlicher Zustand bzw. die Konsequenz gemeinschaftlichen Zusammenlebens einer Gesellschaft. Vielmehr liegt der Ursprung dieses Zerfalls in einer fehlenden geistigen Grundlage des menschlichen Bewußtseins. Eine freie Entwicklung dieser Grundlage wird jedoch in der bestehenden „Gesellschaftsordnung“ gezielt unterdrückt.
Während heute unter Er-Ziehung meist ein „persönlich bzw. gesellschaftlich erwünschtes Verhalten und gewünschte Einstellungen zu erzeugen, zu bestärken und zu bewahren“ verstanden wird, hieß es noch 1972 (Gütersloh, Lexikon der deutschen Sprachlehre) „Das Herausziehen der angeborenen Talente und Fähigkeiten eines Individuums“. Hier zeigt sich ein extremer Widerspruch und radikaler Gesinnungswandel.
Der in Deutschland herrschende Schulzwang gründet auf dem „Reichsschulpflichtgesetz“. Rasterartig werden ideologisch fest vorgeschriebene Themen behandelt, ohne Raum für eine eigenständige freie Erforschung bzw. Entwicklung zu gewähren. Heute jedoch im Namen der Demokratie.
Die Massenmedien dienen als Sprachrohr des Systems, so wie zur Unter-Haltung der Masse. Durch das Propagieren von Konsumterror und Kulturfaschismus betreiben sie eine Art Informationsdiktatur mit dem Ziel der totalen Irreführung und Geistesunterdrückung der Masse.
Die Politik versucht den Glauben an eine „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ mit allen Mitteln zu erhalten, um das Volk in der „demokratischen Parteiendiktatur“ unter Kontrolle zu halten. Siehe hierzu , Artikel: „Grenzen der Demokratie“
Eine tiefgehende Erforschung der wirklichen Ursache menschlichen negativen Fehlverhaltens hätte zwangsläufig die Enttarnung des faulen Fundaments zur Folge auf welchem diese Gesellschaft gründet. Somit wäre den Systemdemokraten die Grundlage ihrer Macht entzogen. Aus diesem Grund wird versucht über oberflächliche politische Lösungsversuche den Anschein einer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ zu erwecken, womit der Teufelskreis gestärkt und die kranke Geistesstruktur der Gesellschaft künstlich gestützt wird.
Im Hintergrund des menschlichen Bewußtseins verbirgt sich eine - im Grunde in jedem Menschen vorhandene - innere Essenz der Wahrheit. Eine gezielte Förderung dieses Wesens-Kerns schafft eine kollektive geistig-moralische Grundordnung. Diese wiederum bildet die Grundvoraussetzung jedes gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Der Mensch der gegenwärtigen Gesellschaftsform lässt sich durch seine fehlende Verbindung zum wahren Selbst maßgeblich von äußerlichen, psychologisch bedingten Reizen beeinflussen. Emotionen, Denken und Handeln, gründen auf Erfahrungen äußerer Einflüße und den daraus entstandenen kollektiv konditionierten Überzeugungen. Somit entspringt die Wahr-Nehmung nicht dem inneren Wesenskern. Vielmehr ist sie ein durch Äußerlichkeiten verzerrtes Trugbild bzw. Abbild der eigenen Ein-Stellungen. Ohne Rückverbundenheit zur tieferen Dimension des Bewußtseins mutiert der Mensch zum Sklaven seiner Sinne und Begierden. So haben beispielsweise Fortpflanzung- und Anerkennungstrieb einen unnatürlich dominierend starken Einfluß und Stellenwert erlangt. Einige dieser sog. Triebe, dienen als unterbewußtes, instinktartiges Grundgerüst. Andere wiederum sind gesellschaftlich bedingte Erscheinungen eines degenerierten Bewußtseinszustandes. Jene, von Geburt an in jedem Menschen vorhandenen psychologischen Triebe, sind als unterbewußte „Orientierungshilfe zur Lebenserhaltung“ bis zu einem gewissen Entwicklungsstadium nützlich. Da sich der Mensch jedoch mit den psychologischen Erscheinungsformen seiner Instinkte identifiziert bzw. sein Selbstbild darauf gründet, wirken diese unnatürlich stark und dominierend. Dies führt zur Identifikation mit einem falschen Selbst. Die Wahr-Nehmung wurzelt jenseits der „Wirklichkeit“ im Trugbild einer durch Äußerlichkeiten beeinflußten bzw. manipulierten Wahrnehmungsebene der Psyche. Somit mutiert der menschliche Geist zu einer oberflächlichen, irrealen Instinkt bzw. triebgesteuerten psychologischen Projektionsfläche.
Gewissen und Interessen so wie der natürliche innere Drang nach Glück und Erfüllung hingegen sind drei maßgebende Faktoren für geistige Entwicklung und von zentraler Bedeutung in Bezug auf zivilisiertes gemeinschaftliches Zusammenleben einer Gesellschaft. All diese Eigenschaften sind von Natur aus angeborene wesentliche Bestandteile des menschlichen Wesens. Sie bilden die Grundlage geistiger Entwicklung und haben ihren Ursprung jenseits äußerlicher psychologischer Einflüße. Sie entspringen einer tieferen Dimension außerhalb der Emotions- und Verstandesebene.
Das Gewissen ist eine Art Erinnerung an die Urquelle bzw. die Essenz des Bewußtseins. So scheint auch das Wort „Gewissen“ als (Ge-Wissen) „gewesenes Wissen“ diesem tieferen Sinn zu entspringen. Entsprechend des individuellen Entwicklungsgrades des einzelnen Menschen ist es stärker oder schwächer ausgeprägt. Zur Reaktivierung dieses Ur-wissens sind die Interessen von wesentlicher Bedeutung. Im Wort Interesse verbirgt sich (Inter-Esse) „innere Essenz“, was wiederum eine Verbindung zum Gewissen erahnen lässt. Die Interessen dienen als Richtlinie zur geistigen Weiterentwicklung. Ein konsequentes, kompromißloses Folgen seiner ureigenen Interessen führt immer tiefer in die Essenz des Bewußtseins. Gewissen und Interessen stammen im Grunde aus der selben Quelle zu welcher der Mensch durch den inneren Drang nach geistiger Entwicklung wieder zurückkehrt um somit den naturlichen Bewußtseinszustand wieder herzustellen. Vorausgesetzt, Interesse und Gewissen entspringen - jenseits der psychologisch konditionierten Emotions- und Verstandesebene - jener tieferen Dimension des Bewußtseins. Jene Transformation des Bewußtseins schafft eine geistig-moralische Grundordnung und bildet somit das Fundament wirklichen Weltfriedens.
|